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Julian Rosefeldt |
Im Rahmen der KunstFilmBiennale 2007 in Köln zeigt die Baukunst Galerie die Videoinstallation "The Perfectionist" des jungen deutschen Künstlers Julian Rosefeldt.
Julian Rosefeldts Filme besitzen eine komplexe Visualität. Sie lassen den Betrachter in aufwändig inszenierte Kulissen eintauchen, die in cinematografischer Qualität auf mehrere Leinwände projiziert sind. Gebannt in Endlosschleifen, bewegen sich seine Protagonisten in schwerfälligen Rhythmen, was der langsam vor- und zurückgleitenden Kameraführung entspricht. Rosefeldt analysiert und ironisiert alltägliche Rituale und Klischees, die er durch die Abkehr der Handlung ins Absurde untergräbt.
„The Perfectionist“, der dritte Teil der Trilogie des Scheiterns – einer Filmreihe, die sich mit dem vergeblichen Bemühen des Menschen um Kontrolle befasst, zeigt auf der linken Leinwand einen Mann, der in einer andauernden Überprüfung seines Fallschirms festgefahren ist. Statt hinaus zu gehen und zu fliegen, gerät der Gegencheck zur manischen Geste: Der Fallschirmspringer wird zum Sisyphos. Parallel ist auf der rechten Leinwand derselbe Darsteller zu sehen, wie er den Fallschirmsprung bei sich zu Hause auf dem Bügelbrett simuliert. Die Lächerlichkeit des dicken Mannes auf dem filigranen Haushaltsgerät wird durch die Aktivierung einer Nebelmaschine unterstrichen, deren Produktion plötzlich nicht mehr zu stoppen ist. Kurz darauf stürzt eine Flugzeugturbine ins Zimmer – zugleich bricht auf der linken Leinwand ein Sturm los, der den Mann an seinen aufgeblähten Fallschirm fesselt. Das zentrale Bild der Installation bleibt dagegen ruhig: Ein Pilot betätigt im Cockpit mit routinierten Handgriffen eine Vielzahl an Schaltern, allerdings ohne erkennbares Ergebnis. Rosefeldt kehrt den Unsinn automatisierter Prozesse und kontrollorientierter Zwangshandlungen heraus: Der Traum vom Fliegen scheitert am Leerlauf des Rituals. Sisyphos wird zu Ikarus.
Julian Rosefeldt, geboren 1965 in München, lebt und arbeitet in Berlin. Er präsentierte Einzelausstellungen in renommierten Institutionen, wie z.B. Kunst-Werke Berlin (2004)und Hamburger Bahnhof, Berlin (2002) und nahm an zahlreichen Gruppenausstellungen teil, u.a. der 26. São Paolo Biennale (2004), im Centre Georges Pompidou, Paris (2002), der Kunsthalle Basel (2000) und dem PS.1, New York (1998).
Julian Rosefeldts Filme besitzen eine komplexe Visualität. Sie lassen den Betrachter in aufwändig inszenierte Kulissen eintauchen, die in cinematografischer Qualität auf mehrere Leinwände projiziert sind. Gebannt in Endlosschleifen, bewegen sich seine Protagonisten in schwerfälligen Rhythmen, was der langsam vor- und zurückgleitenden Kameraführung entspricht. Rosefeldt analysiert und ironisiert alltägliche Rituale und Klischees, die er durch die Abkehr der Handlung ins Absurde untergräbt.
„The Perfectionist“, der dritte Teil der Trilogie des Scheiterns – einer Filmreihe, die sich mit dem vergeblichen Bemühen des Menschen um Kontrolle befasst, zeigt auf der linken Leinwand einen Mann, der in einer andauernden Überprüfung seines Fallschirms festgefahren ist. Statt hinaus zu gehen und zu fliegen, gerät der Gegencheck zur manischen Geste: Der Fallschirmspringer wird zum Sisyphos. Parallel ist auf der rechten Leinwand derselbe Darsteller zu sehen, wie er den Fallschirmsprung bei sich zu Hause auf dem Bügelbrett simuliert. Die Lächerlichkeit des dicken Mannes auf dem filigranen Haushaltsgerät wird durch die Aktivierung einer Nebelmaschine unterstrichen, deren Produktion plötzlich nicht mehr zu stoppen ist. Kurz darauf stürzt eine Flugzeugturbine ins Zimmer – zugleich bricht auf der linken Leinwand ein Sturm los, der den Mann an seinen aufgeblähten Fallschirm fesselt. Das zentrale Bild der Installation bleibt dagegen ruhig: Ein Pilot betätigt im Cockpit mit routinierten Handgriffen eine Vielzahl an Schaltern, allerdings ohne erkennbares Ergebnis. Rosefeldt kehrt den Unsinn automatisierter Prozesse und kontrollorientierter Zwangshandlungen heraus: Der Traum vom Fliegen scheitert am Leerlauf des Rituals. Sisyphos wird zu Ikarus.
Julian Rosefeldt, geboren 1965 in München, lebt und arbeitet in Berlin. Er präsentierte Einzelausstellungen in renommierten Institutionen, wie z.B. Kunst-Werke Berlin (2004)und Hamburger Bahnhof, Berlin (2002) und nahm an zahlreichen Gruppenausstellungen teil, u.a. der 26. São Paolo Biennale (2004), im Centre Georges Pompidou, Paris (2002), der Kunsthalle Basel (2000) und dem PS.1, New York (1998).
